Milicz

Milicz (deutsch Militsch) liegt im nordöstlichen Teil Niederschlesiens an der Grenze zu Großpolen, rund 55 km nordnordöstlich von der niederschlesischen Hauptstadt Breslau. Rund 700 km sind von Lohr nach Milicz zurückzulegen, überwiegend über gut ausgebaute Autobahnen und ab Breslau zur Zeit noch über Landstraßen, die von dichten Wäldern gesäumt sind.

Die Stadt Milicz hat 13.000 Einwohnern, die Gemeinde Milicz (Gmina Milicz) 25.000 Einwohner in insgesamt 91 Ortschaften. Sie ist damit eine der größten Gemeinden der Provinz.

Milicz liegt am Fluss Barycz (deutsch Bartsch), der die mit ca. 8000 ha größte von Menschen geschaffene Teichlandschaft Mitteleuropas mit Wasser versorgt. Die Fischweiher wurden bereits seit dem 12. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt. Spezialisiert auf die Karpfenzucht werden polnische und ausländische Märkte beliefert. Es ist keine Überraschung, einen LKW aus Milicz in Lohr anzutreffen, mit dem Karpfen angeliefert werden. Neben der Fischzucht sind die Teiche ein wichtiges Ausflugsziel in Niederschlesien. Mehr als 260 Vogelarten können hier aus sicherer Entfernung beobachtet werden.

Milicz bietet einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die ehemals evangelische Gnadenkirche zum Heiligen Kreuz, die heute die katholische Pfarrkirche zum Heiligen Andreas Bobola ist. Sie wurde vor mehr als 300 Jahren als Holzskelletbau erbaut und ist eine der größten Holzkirchen Polens.

Das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Schloss Militsch wurde 1945 von den Russen verschont. Es beheimatet heute die Forstwirtschaftsschule und ein Regionalmuseum. Das Schloss liegt in dem ersten englischen Park Schlesiens, den die Grafen von Maltzahn um 1800 anlegen liesen. Er ähnelt einem natürlichen Wald.

Sehenswert ist auch die Kirche zum Heiligen Erzengel Michael, die im 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaut wurde. Sie ähnelt einem Schloss mit einfachen, klaren Linien und flacher Dachneigung.

Besondere Anziehungskraft hat auch die Umgebung von Milicz mit dem Naturschutzgebiet der „Miliczer Teiche“. Wanderer und Radfahrer können ohne Hektik die Schönheit der Landschaft erkunden. Besonders Vogelliebhaber werden begeistert sein über die Vielzahl der Vögel, die mit einem Fernglas gut zu beobachten sind.

Nachdem die Lohrer Förster 1995 erste Kontakte mit dem Förstern der Stadt Milicz geknüpft hatten, sind sehr schnell dauerhafte freundschaftliche Verbindungen zwischen beiden Städte entstanden. Bereits 2001 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Lohr und Milicz beurkundet.

Die nachfolgende Fotogalerie soll ein paar Eindrücke von den Besuchen in Milicz vermitteln.



Lohrer und Miliczer Fahne im Wind

Rathaus Milicz

Pfarrkirche zum Heiligen Andreas Bobola

Kirche zum Heiligen Erzengel Michael

Am Marktplatz (Ring)

Am Marktplatz (Ring)

Eingangstor von 1815

Schloss Militsch

Parkanlage im Schloss Militsch

Parkanlage im Schloss Militsch

Reges Treiben am Markt

Reges Treiben am Markt

Reges Treiben am Markt

Reges Treiben am Markt

Miliczer Teiche

Miliczer Teiche

Miliczer Teiche

Miliczer Teiche

 

Weitere Informationen:

Website der Stadt Milicz: http://milicz.pl/

Website der Gemeinde Milicz: http://www.milicz-powiat.pl/

Website Miliczer Teiche: http://www.stawymilickie.pl/

Fotos: Peter Drexler